Müpfel & Tüpfel | EINEN APERITIF, BITTE! Ein Essen-Ritual mit Kleinkind
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EINEN APERITIF, BITTE! Ein Essen-Ritual mit Kleinkind

Abweichungen im Ablauf beim Familienessen tauchen bei uns mit einer schönen Regelmäßigkeit auf. Schon immer, seit es den ersten Löffel Brei gab.  Das erste richtig große Drama ums Essen spielte sich bei uns ab, als der Müpfel knapp 15 Monate alt war.

 

„Quak, quak, quak“ heißt „Ich esse mein Frühstück nicht, mein Frühstück esse ich nicht. Und mein Mittag ess´ ich auch nicht!“
So ging es tagein, tagaus. Bei jeder Mahlzeit. Der Müpfel sitzt im Hochstuhl am Tisch, windet sich, stemmt sich vom Tisch weg und wirft den Kopf hin und her.
So richtig in Worten artikulieren kann der Müpfel sich zu dieser Zeit noch nicht, aber er weiß dennoch schon ganz genau, was er will – oder eben nicht will.
Nach einigen Minuten, in denen wir unser damaliges tägliches Essensritual aus Servieren, Verweigern, Überreden, Schreien, Zurückschreien, Aufgeben absolviert haben, fragte ich ihn also ergeben:“ Was möchtest Du denn essen?“
Sofort schnellte der kleine Finger aus, zeigte auf den Kühlschrank, verquollene Augen sahen mich voll Verzweiflung an. „Da!“ sagte er.

Und ich verstehe. Stehe auf, gehe zum Kühlschrank und öffne ihn. Als ich die Tür wieder schließe, lächelt der Müpfel schon wieder und schaut gierig auf meine Hand.

Kinder-Fruchtquark – welche magische Zutat steckt da bloß drin?

Wieso ernährt sich mein Sohn lieber von diesem industriell hergestellten Kram statt von der gesunden, nahrhaften und vor allem mit so viel LIEBE gekochten und fein pürierten Mahlzeit, die ich ihm zubereitet habe???

Wie ungerecht, wie unfair, warum nur?

WARUM?

 

Einige Zeit später bahnt sich eine Lösung an. Christian hat genug von dem Radau beim Essen und stellt dem Müpfel einfach wortlos einen Fruchtquark hin – vor dem Essen. Sozusagen als Aperitif. Und siehe da, während der Müpfel sich den Quark reinschaufelt, und ja, auch noch einen zweiten, steht sein Essen immer weniger dampfend auf dem Tisch. Und als der Quark verputzt ist, angelt er sich den Teller, zieht ihn zu sich und löffelt, schaufelt, schmatzt den ganzen Teller leer. Unfassbar!

 

 

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