Von den Superwings-Spielfiguren oder „Ich will auch eine Mira“ - Müpfel & Tüpfel
375
post-template-default,single,single-post,postid-375,single-format-video,eltd-core-1.0.3,ajax_fade,page_not_loaded,,borderland | shared by vestathemes.com child-child-ver-1.8.1.1523079219,borderland | shared by vestathemes.com-ver-1.8.1, vertical_menu_with_scroll,smooth_scroll,paspartu_enabled,wpb-js-composer js-comp-ver-4.11.2.1,vc_responsive

Von den Superwings-Spielfiguren oder „Ich will auch eine Mira“

Der Müpfel liebt Animationsserien – nicht alle, aber einige. Immer mal wieder haben die Charaktere einer Serie es ihm besonders angetan. Gerade sind es die Superwings-Flugzeuge. Und er ist nicht allein.

Wie der Müpfel damals ins smarte Alter kam und wie wir mit dem Thema Nutzung von Tablet, Smartphone und Co. umgehen, habe ich hier schon einmal beschrieben

Im Kindergarten spuken große und kleine Figuren durch die Kinderhände, es wird gespielt, getauscht und ausgeliehen. Der Müpfel hat eine große blaue Spielfigur und eine kleine gelbe Spielfigur und er ist recht großzügig beim Teilen und Ausleihen. Sein Freund hat eine kleine grüne Figur, eine Mira, aber die teilt und verleiht er nicht. Es ist schwierig dem Müpfel zu erklären, dass man niemandem zum Teilen zwingen kann, nur mit gutem Beispiel voraus gehen.

Irgendwann sieht der Müpfel mich an und sagt: „Gut. Aber dann will ich auch eine Mira.“

Tja, so leicht ist das ja nun auch nicht, schließlich man kann nicht immer alles gleich bekommen was man haben möchte und so weiter und so fort.
Das unschlagbare, und für mich immer wieder unwiderstehliche, nächste Argument: „Dann können wir doch eine Mira basteln!“

Nun gut, die erste Version aus grünem Tonpapier fiel sofort durch, die war ja nicht mal richtig rund!

Da war keine Gnade zu erwarten. Eine andere Bastel-Technik musste her.

Pappmaché heißt unsere Lösung!

Pappmaché-Superwings Mira –  Ein Mehr-Tages Projekt

Materialien

Ordentlich viel Zeitungspapier in kleine Schnipsel zerrupfen – das ist tatsächlich zeitaufwendig und der Müpfel hat die Lust daran recht schnell verloren

Kleister und Wasser, im angegebenen Mischverhältnis angerührt – ein Paket kostet ca. 3,50 €

Eine Wasserbombe – aufgepustet bis sie eine schöne Birnenform hat – ein Paket Wasserbomben kostet etwa 1,50 €

Saubere Pinsel

Tusche, ggf. Grundierung

ein Rest dicker Filz in der richtigen Superwing-Farbe – ein Bogen dicker Bastelfilz kostet etwa 1,80 € (alternativ dickes Tonpapier in Flugzeugfarbe)

Ein kleiner Rest Zeichenpapier, Filzstifte, Kleber, Schere und ein scharfe Messer

Bastelanleitung

Deine Superwings Mira nimmt Form an

Die aufgeblasene Wasserbombe mit Kleister einstreichen und eine erste Lage Zeitungsschnipsel darauf kleben. Vorsichtig weiteren Kleister auftragen und die nächste Lage Zeitung um die Wasserbombe arbeiten. Lage um Lage fortfahren. Das dauert seine Zeit. Ich habe den Kleister irgendwann mit der Hand aufgetragen, da die vom Wenden und Festhalten des Ballons sowieso immer wieder voll Kleister ist.

Wenn der Ballon gut umhüllt ist, muss er trocknen. Das dauert lange, ein oder zwei Tage braucht es schon.

Pappmaché bietet unbegrenzte Möglichkeiten für kreatives Entstehen. Auf der Suche nach Anleitungen fand ich die Seite der Künstlerin Martina Reis – eine Seite mit Ihrer Kunst, tollen Erklärungen zu Pappmaché als Medium, Techniken und Videoanleitungen.

Der Müpfel hat jeden Tag kontrolliert, ob der Ballon noch feucht ist und nachgiebt wenn er vorsichtig mit dem Finger drückt.

Jetzt kommt Farbe ins Spiel

Ist der Ballon dann endlich trocken und das Pappmaché fest, ist die Zeit zum Antuschen gekommen. Wer möchte, grundiert den Ballon, lässt ihn wieder trocknen und tuscht ihn dann an. Wir haben ihn direkt in grün angemalt. Ich mag es, das man den Zeitungsdruck noch leicht durchscheinen sieht. Je nach Deckkraft der Tusche braucht es manchmal zwei Anstriche. Und wieder ist eine Zeit zum Trocknen gekommen. Das geht aber ein bisschen schneller. 

Auf das Zeichenpapier wird das Gesicht des Superwings gezeichnet, mit Filzstiften angemalt und ausgeschnitten. Das Gesicht wird auf den getrockneten Ballon geklebt und angedrückt.

Das Gesicht unserer Mira ist in etwa ein Halbkreis, hat eine Kantenlänge von guten 6 cm und ist 3,5 cm hoch.

Ein echter Superwing braucht Flügel

Es wird heikel, denn jetzt kommen die Flügel. Dafür muss man den wunderbaren Ballon ein wenig piesacken.

Mit einem scharfen Messer im oberen dicken Bereich des Ballons vorsichtig zwei Schnitte setzen, so dass sie hinter und auf Höhe des Gesichtes sind.

Unser Ballon hat einen Durchmesser von ca. 10 cm, unsere Flügel sind ca. 22 cm lang. Auf dem Filz ein Rechteck mit der gewünschten Länge (hier 22 cm) und der Breite (hier 6,5 cm das entspricht der Breite unserer gesetzten Schnitte) zeichnen. Links und rechts in dem Rechteck eine schöne abgerundete Flügelform zeichnen, die Mitte steckt nachher im Korpus und ist nicht zu sehen. Den Filz ausschneiden.
Den Flügelfilz durch die Schnitte führen. Durch den ersten Schnitt ist es leicht, durch den zweiten wieder heraus ist schon recht schwierig. Eventuell mit einem angeknotetem Band durchziehen oder mit einer langen Nadel oder einem Schaschlikspieß nachhelfen.

Please follow and like us:
No Comments

Post a Comment

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.